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Forschung

Forschung an der Dortmunder Professur für Katholische Theologie und Religionsdidaktik

    

Programmatik

Die Religionsdidaktik beschäftigt sich als wissenschaftliche Disziplin mit Fragen des Lehrens und Lernens von Religion. Sie untersucht im Besonderen wie Kinder, Jugendliche und Erwachsene sich Religion unter den Bedingungen einer pluralisierten Gesellschaft lebensweltlich aneignen, welche Bildungsaufgaben sich daraus ergeben und wie diese im Unterricht bearbeitet werden können. Zu diesem Zweck greift die Religionsdidaktik auf ein breites Methodenrepertoire zurück, das sowohl Methoden der empirischen Sozial- und Unterrichtsforschung, der Hermeneutik, als auch der systematischen Normbegründung umfasst. Ziel ist die Bereitstellung didaktischer Theorien, die unterrichtliches Handeln orientieren.

An der Dortmunder Professur für Katholische Theologie und Religionsdidaktik wird der Ansatz einer empirisch orientierten Religionsdidaktik vertreten. Schwerpunktmäßig werden in Forschungsprojekten empirische Methoden eingesetzt und weiterentwickelt, um detaillierte Kenntnisse über Lehr- und Lernprozesse zu gewinnen. Diese Kenntnisse werden als eine Grundlage dafür gesehen, relevante Sinnzusammenhänge zu verstehen (Hermeneutik) und Bildungsziele adäquat zu begründen.

    

Derzeit prägen zwei inhaltliche Schwerpunkte die Forschung der Dortmunder Professur:

  1. Soziostrukturelle Bedingungen religiöser Lehr- und Lernprozesse: Während in den letzten Jahrzehnten das Pluralitätsparadigma innerhalb der Religionsdidaktik zu einer Fülle von Forschungsprojekten und didaktischen Entwürfen geführt hat, sind Fragen der sozialen Benachteiligung, der Heterogenität und der Milieuverengung im Religionsunterricht wenig thematisiert worden. Der erste Forschungsschwerpunkt fragt danach, wie ungleiche Lernbedingung im Religionsunterricht entstehen, inwiefern der gegenwärtige Religionsunterricht die soziale und kulturelle Heterogenität der Schülerinnen und Schüler berücksichtigt und welche didaktischen Strategien dazu geeignet sind, ungleiche Lernbedingungen zu überwinden.
  2. Politische Relevanz von Religiosität: Die Frage danach, ob Religion und Religiosität für das Zusammenleben unterschiedlichster Menschen in einer freiheitlichen Demokratie eher förderlich oder eher hinderlich sind, wird wissenschaftlich kontrovers diskutiert. Es lassen sich sowohl Befunde anführen, die Religion und Religiosität einen positiven Einfluss auf das Zusammenleben von Bürgerinnen und Bürgern zuschreiben, während andere Studien auf mögliche demokratiehemmende Auswirkungen hinweisen. Der zweite Forschungsschwerpunkt zielt darauf ab zu rekonstruieren, unter welchen kontextuellen Bedingungen Religion und Religiosität fördernde oder hemmende Auswirkungen auf das Zusammenleben in Demokratien entfalten und in welchen lebensweltlichen Zusammenhängen Kinder und Jugendliche eine demokratiefördernde bzw. -hemmende Religiosität entwickeln.

    

Projekte

Zusammenhalt in Europa durch Religion (ZER)

Soziale Ungleichheiten im interreligiösen Lernen

Religion and Human Rights